Der Split ist eine der wenigen Stellen im Casino, an denen deine Entscheidung den Hausvorteil messbar verändert. Die Regeln dafür sind kurz und lassen sich auswendig lernen.
Wie es funktioniert
Bekommst du zwei Karten desselben Werts, darfst du sie trennen und als zwei getrennte Hände weiterspielen. Dafür setzt du einen zweiten Einsatz in gleicher Höhe. Jede Hand erhält eine neue Karte und wird einzeln gegen den Dealer gewertet.
Aus CHF 10 Einsatz werden also CHF 20 im Spiel. Das ist der Punkt, den viele unterschätzen.
Die zwei klaren Fälle
Asse immer teilen. Zwei Asse ergeben zusammen eine schwache Hand von 12. Getrennt hat jedes Ass die Chance auf 21. Fast alle Tische geben dabei allerdings nur eine einzige Karte pro Ass und werten eine daraus entstehende 21 nicht als Blackjack, sondern als normale 21.
Achten immer teilen. Zwei Achten sind zusammen 16, die schlechteste Hand im Spiel. Zweimal eine 8 als Startwert ist deutlich besser, auch gegen eine hohe Dealerkarte.
Die zwei Fälle, die man nie teilt
Zehnerwerte nie teilen. Zwei Zehner sind zusammen 20, eine der besten Hände überhaupt. Sie in zwei mittelmässige Hände zu zerlegen, gibt eine sichere Position auf.
Fünfen nie teilen. Zwei Fünfen sind 10, ein idealer Ausgangswert zum Verdoppeln. Zwei einzelne Fünfen sind zwei schwache Hände.
Die übrigen Paare
Bei Zweien, Dreien, Sechsen, Siebenen und Neunen hängt die richtige Entscheidung von der offenen Karte des Dealers ab. Grundregel: Gegen eine schwache Dealerkarte von 2 bis 6 wird eher geteilt, gegen 7 oder höher eher nicht.
Die vollständige Tabelle dazu findest du in unserem Blackjack-Guide.
Was der Tisch erlaubt
Drei Regeln unterscheiden sich von Tisch zu Tisch und stehen in der Spielinfo:
- Ob nach einem Split verdoppelt werden darf
- Ob eine geteilte Hand erneut geteilt werden darf und wie oft
- Ob geteilte Asse mehr als eine Karte bekommen
Je grosszügiger diese Regeln, desto niedriger der Hausvorteil. Bei zwei sonst identischen Tischen ist das ein echtes Auswahlkriterium.
Der häufigste Irrtum
Der Split wird als Möglichkeit gesehen, eine schlechte Hand zu retten. Er ist eine Einsatzverdoppelung in einer Situation, in der zwei Hände zusammen mehr wert sind als eine. Bei zwei Zehnern ist genau das nicht der Fall, und trotzdem wird dort am häufigsten falsch geteilt.