Andar Bahar stammt aus Südindien und ist über das Live Casino nach Europa gekommen. Es ist das wahrscheinlich einfachste Kartenspiel, das ein Casino anbietet.
Wie es funktioniert
Eine Karte wird aufgedeckt, die sogenannte Joker- oder Hauskarte. Danach werden abwechselnd Karten auf zwei Seiten gelegt: Andar auf der einen, Bahar auf der anderen.
Gespielt wird so lange, bis eine Karte mit demselben Wert wie die Hauskarte erscheint. Die Seite, auf der sie liegt, gewinnt.
Deine einzige Entscheidung fällt vor der ersten Karte: Andar oder Bahar. Danach schaust du zu.
Warum die Quoten unterschiedlich sind
Die beiden Seiten sind nicht gleich wahrscheinlich. Je nach Tischregel wird die erste Karte auf einer festgelegten Seite abgelegt, meist auf derselben Farbe wie die Hauskarte. Diese Seite hat dadurch einen Zug Vorsprung und gewinnt etwas häufiger.
Das Casino gleicht das über die Auszahlung aus: Die bevorzugte Seite zahlt weniger als 1 zu 1, die andere 1 zu 1. Ein typisches Muster ist 0.9 zu 1 gegen 1 zu 1.
Der Hausvorteil liegt bei den Hauptwetten je nach Regelwerk in einer Grössenordnung von rund 2 bis 3 Prozent. Welche der beiden Seiten günstiger ist, hängt von den konkreten Quoten des Tisches ab und lässt sich nicht pauschal sagen.
Die Nebenwetten
Hier wird es teurer. Übliche Zusatzwetten betreffen die Anzahl Karten bis zum Treffer, oft in Gruppen wie 1 bis 5, 6 bis 10 und so weiter, mit entsprechend höheren Quoten.
Wie bei allen Nebenwetten liegt der Hausvorteil dort deutlich über dem der Hauptwette. Ein Rechenbeispiel: Wer pro Runde CHF 5 auf Andar und zusätzlich CHF 2 auf eine Nebenwette mit 8 Prozent setzt, verliert statistisch mehr über die CHF 2 als über die CHF 5.
Das Tempo
Eine Runde dauert oft weniger als eine Minute, weil kein Spieler eine Entscheidung treffen muss. Das ergibt am Live-Tisch bis zu 60 oder mehr Runden pro Stunde und damit deutlich mehr Umsatz als bei Blackjack, wo an mehreren Plätzen entschieden wird.
Bei CHF 5 Einsatz und 60 Runden sind das CHF 300 Umsatz pro Stunde. Bei 2.5 Prozent Hausvorteil ergibt das rund CHF 7.50 erwarteten Verlust, was für ein Tischspiel günstig ist, solange man die Nebenwetten weglässt.
Der häufigste Irrtum
Weil es zwei Seiten gibt, wirkt das Spiel wie eine Fifty-Fifty-Entscheidung, bei der man einfach die Seite wählt, die zuletzt seltener kam. Die Seiten sind weder gleich wahrscheinlich noch hängen die Runden zusammen. Was die Chancen ausgleicht, ist die Auszahlungsquote, und die steht in der Spielinfo, nicht in der Ergebnisliste.