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Casinorating

ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission)

Recht & Steuern Geprüft am 04.08.2026

Die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK ist die Aufsichtsbehörde über die Schweizer Spielbanken. Sie beantragt Konzessionen, überwacht den Spielbetrieb, prüft die eingesetzte Software und führt die Liste gesperrter ausländischer Angebote.

Wenn auf einer Schweizer Casino-Seite von einer Lizenz die Rede ist, ist fast immer die ESBK gemeint. Sie ist die Behörde, die darüber entscheidet, wer in der Schweiz überhaupt ein Casino betreiben darf.

Was sie tut

Die Eidgenössische Spielbankenkommission hat vier Hauptaufgaben:

  • Sie bereitet Konzessionen vor, über die der Bundesrat entscheidet
  • Sie überwacht den laufenden Spielbetrieb und die eingesetzte Software
  • Sie kontrolliert die Sozialkonzepte, also den Spielerschutz
  • Sie führt die Liste der gesperrten ausländischen Online-Angebote

Der zweite Punkt ist der, der dich als Spieler direkt betrifft. Die Prüfung der Software bedeutet, dass ein Betreiber den RTP eines Spiels nicht nachträglich unbemerkt verändern kann. Bei Anbietern ohne Schweizer Konzession fehlt diese Kontrolle vollständig.

Die Zweiteilung, die viele verwirrt

Die ESBK ist nur für Spielbankenspiele zuständig, also für Casinos und deren Online-Ableger. Für Lotterien und Sportwetten, im Gesetz Grossspiele genannt, ist eine interkantonale Behörde zuständig.

Diese Trennung erklärt mehrere Dinge, die sonst willkürlich wirken: warum es zwei Sperrlisten gibt, warum die Steuerregeln für Casinogewinne und Lotteriegewinne unterschiedlich sind, und warum ein Anbieter eine Bewilligung haben kann und trotzdem nicht alles anbieten darf.

Wie du eine Konzession prüfst

Ein konzessionierter Anbieter nennt seine Konzession offen, meist im Fussbereich der Website oder auf einer eigenen Seite zur Lizenz. Genannt wird dabei die Spielbank, denn eine Online-Konzession hängt immer an einem physischen Schweizer Casino.

Ein Beispiel: mycasino.ch gehört zum Grand Casino Luzern. Diese Verbindung ist kein Zufall, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Wer online in der Schweiz Casinospiele anbietet, muss auch ein Haus betreiben.

Die verlässlichste Prüfung geht über die Website der Behörde selbst. Dort findest du die Liste der konzessionierten Spielbanken und deren bewilligte Online-Angebote. Verlass dich nicht auf ein Siegel im Fussbereich, das lässt sich als Bild einfügen.

Was die Aufsicht praktisch bringt

Drei Dinge, die bei einem nicht bewilligten Anbieter fehlen.

Geprüfte Spiele. Die Zufallsgeneratoren und Auszahlungsquoten werden kontrolliert.

Ein Weg bei Streit. Bei einer verweigerten Auszahlung gibt es eine Behörde, die zuständig ist. Bei einem Anbieter mit Lizenz aus Übersee gibt es das faktisch nicht.

Wirksamer Spielerschutz. Einzahlungslimits und Spielsperren sind vorgeschrieben und wirken über alle konzessionierten Anbieter hinweg.

Der häufigste Irrtum

Eine ausländische Lizenz wird als gleichwertiger Ersatz gelesen. Eine Bewilligung aus Curaçao oder Malta ist für die Schweiz ohne Bedeutung: Der Anbieter darf hier nicht tätig sein, sein Angebot steht auf der Sperrliste, und du hast im Streitfall keine Anlaufstelle in der Schweiz.

In der Schweiz

Die ESBK ist ausschliesslich für Spielbanken zuständig, also Casinos und deren Online-Ableger. Für Lotterien und Sportwetten ist die interkantonale Behörde Gespa zuständig. Diese Zweiteilung ist eine Schweizer Besonderheit und erklärt, warum es zwei Sperrlisten gibt.