Nachdem wir dir im ersten Teil eine Übersicht der beliebtesten Baccarat Strategien vorgestellt haben (mit kurzer Beschreibung in einer Tabelle), gehen wir jetzt Schritt für Schritt auf jede einzelne Methode ein. Ziel ist es, die Mechaniken, Vorteile, Nachteile und typischen Einsatzszenarien verständlich zu erklären, damit du selbst entscheiden kannst, welche Systeme zu deinem Spielstil passen.
(Übersicht zu Baccarat Strategien findest du hier. Für die Grundlegenden Regeln, schau bei Regeln und Tipps für Baccarat vorbei)
Die Martingale-Strategie gehört zu den bekanntesten Wettsystemen überhaupt. Sie basiert auf einer einfachen Idee:
Nach jedem Verlust verdoppelst du deinen Einsatz, um einen späteren Gewinn zu erzielen, der alle Verluste ausgleicht sowie einen kleinen Gewinn abwirft.
Beispiel:
👉 10 € verloren → nächster Einsatz 20 €
👉 Nochmals verloren → Einsatz 40 €
👉 Dann ein Gewinn → Gesamtverluste ausgeglichen + Gewinn
Vor- und Nachteile:
Im Gegensatz zur Martingale-Strategie handelt es sich bei Paroli um eine positive Progression: Du erhöhst deinen Einsatz nach einem Gewinn, nicht nach einem Verlust. Der Gedanke dahinter ist, Gewinnsträhnen auszunutzen, ohne größere Rückschläge zu erleiden.
So funktioniert Paroli:
👉 Setze 10 € → gewinnst → nächster Einsatz 20 €
👉 Gewinnt wieder → 40 €
👉 Verlierst du irgendwann → Einsatz zurück auf 10 €
✅ Vorteil: Verluste bleiben relativ klein, da man erst bei Gewinnen steigert.
Paroli gilt als weniger riskant als Martingale, eignet sich aber eher für Spieler, die gewisse Gewinnsträhnen im Baccarat mitnehmen wollen.
Das Labouchere-System ist etwas komplexer, aber dafür flexibler: Du legst vor dem Spiel eine Zielsumme fest, z. B. 10 Einheiten, und schreibst sie in eine Zahlenreihe. Bei jedem Einsatz addierst du die erste und letzte Zahl dieser Reihe.
Ablauf:
👉 Gewinnt der Einsatz, streichst du die beiden Zahlen
👉 Verlierst du, fügst du den Einsatz am Ende der Reihen hinzu
✅ Vorteil: Flexibel anpassbar, planbarer als Martingale
❌ Nachteil: Kann bei Verlustserien sehr hohe Einsätze erzeugen
Die Fibonacci-Strategie basiert auf der berühmten Fibonacci-Zahlenreihe: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 …
(Die nächste Zahl ist immer die Summer der zwei vorherigen)
Beim Baccarat setzt du nach einem Verlust den nächsten Betrag entsprechend der Folge – nach einem Gewinn gehst du zwei Schritte zurück.
Das Ziel ist, Verluste graduell zu „verlängern“, ohne sofort große Beträge zu setzen.
Beispiel:
1, 1, 2, 3 … → nach Verlust steigerst du, nach Gewinn gehst du zurück.
Diese Strategie ist etwas konservativer als Martingale, aber sie bringt dich nicht schneller weg von einem negativen Trend, sie verteilt das Risiko nur anders.
Die 1-3-2-4-Strategie ist eine feste Einsatzfolge, die oft als weniger riskant gilt, um kleine Profite mitzunehmen.
So läuft sie ab:
👉 Runde 1: Setze 1 Einheit
👉 Runde 2: 3 Einheiten (wenn gewonnen)
👉 Runde 3: 2 Einheiten
👉 Runde 4: 4 Einheiten
Wenn du unterwegs verlierst, beginnst du wieder bei 1. Gewinnt du alle vier Runden, hast du einen soliden Profit erzielt. Diese Strategie minimiert starke Zumutungen des Budgets, ideal für Spieler, die eher schrittweise Gewinne mitnehmen wollen.
Flat Betting ist die einfachste aller Strategien: Du setzt stets den gleichen Einsatzbetrag, unabhängig von Gewinn oder Verlust.
Warum das Sinn macht:
👉 Du steuerst deine Bankroll am besten
👉 Kein Risiko durch progressive Verdopplungen
👉 Besonders geeignet für Spieler, die langfristig stabil spielen möchten
Flat Betting verändert nicht die Gewinnwahrscheinlichkeit – es hilft eher, dein Budget im Griff zu behalten.
Das D’Alembert-System ist eine negative Progression, aber deutlich sanfter als Martingale:
Du erhöhst nach einem Verlust deinen Einsatz nur um eine Einheit, und reduzierst ihn nach einem Gewinn um eine Einheit.
Diese Strategie zielt darauf ab, Gewinne und Verluste schrittweise auszugleichen, ohne extreme Sprünge im Einsatz.
✅ Vorteil: Weniger riskant als Martingale
❌ Nachteil: Gewinne oft kleiner, Verlustphasen dauern länger
Abseits der klassischen Wettsysteme gibt es eine einfache taktische Richtlinie: konsequent auf die Bank setzen. Im Baccarat hat die Bank-Wette leicht bessere Gewinnchancen als die des Spielers. Dieser Vorteil entsteht durch die Spielregeln und spiegelte sich in vielen statistischen Analysen wider – er führt zwar nicht zu garantierten Gewinnen, reduziert aber langfristig den Hausvorteil.
Wenn du die systematischen Strategien kombinierst, kann dieser Ansatz ein nützlicher Baustein sein, besonders für Spieler, die langfristig konservativ spielen wollen.
Keines dieser Systeme eliminiert den Hausvorteil oder garantiert Gewinne. Sie dienen vielmehr dazu, dein Spiel zu strukturieren, besser mit deiner Bankroll umzugehen und emotionale Entscheidungen zu reduzieren. Viele erfahrene Spieler kombinieren Elemente mehrerer Strategien, etwa indem sie eine progressivere Methode nur in kurzen Sessions einsetzen oder konsequent das Flat Betting nutzen, um Verluste stabil zu halten.
Die verschiedenen Baccarat Strategien lassen sich grob in positive Progression, negative Progression und konstante Einsätze einteilen. Keine Methode verwandelt Baccarat in ein Geschicklichkeitsspiel; das bleibt ein Glücksspiel mit statistischem Vorteil für das Casino.
Doch wer die Mechaniken versteht und sich bewusst für ein System entscheidet, kann seine Bankroll besser kontrollieren und das Spiel mit mehr Struktur und weniger emotionalen Entscheidungen spielen.
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