Visa und Mastercard gehören zu den häufigsten Einzahlungsmethoden im Online Casino. Zwei Eigenheiten überraschen dabei regelmässig, und beide haben nichts mit dem Casino zu tun.
Eigenheit eins: die Sperre
Zahlungen an Geldspielanbieter tragen im Kartensystem eine eigene Kennung. Manche Kartenherausgeber sperren Transaktionen mit dieser Kennung grundsätzlich, andere erlauben sie, wieder andere lassen dich selbst entscheiden.
Wird deine Einzahlung abgelehnt, obwohl Deckung vorhanden ist, liegt es fast immer daran. Das Casino sieht in diesem Fall nur eine abgelehnte Zahlung ohne Begründung und kann dir nicht helfen.
Klären lässt sich das nur beim Kartenherausgeber. Ein Anruf oder ein Blick in die Kartendetails im E-Banking genügt meist.
Eigenheit zwei: der Bargeldbezug
Einige Kartenherausgeber verbuchen Einzahlungen bei Geldspielanbietern nicht als normalen Einkauf, sondern als Bargeldbezug. Das hat zwei Folgen: eine Gebühr, oft als Prozentsatz mit Mindestbetrag, und in manchen Fällen eine sofortige Verzinsung ohne zinsfreie Frist.
Ein Rechenbeispiel: Bei einer Bargeldbezugsgebühr von 3.5 Prozent kostet eine Einzahlung von CHF 200 rund CHF 7, bevor du eine einzige Runde gespielt hast. Bei mehreren Einzahlungen im Monat summiert sich das.
Ob das bei deiner Karte so gehandhabt wird, steht in den Kartenbedingungen unter Bargeldbezug oder Cash Advance. Es lohnt sich, das einmal nachzusehen.
Bei Auszahlungen
Auszahlungen auf eine Kreditkarte sind möglich, dauern aber meist 1 bis 3 Werktage, weil sie als Gutschrift verarbeitet werden. Manche Anbieter zahlen überhaupt nur bis zur Höhe der Einzahlung auf die Karte zurück und leiten den Rest auf das Bankkonto.
Das ist keine Schikane, sondern ergibt sich aus den Regeln der Kartenorganisationen zur Rückerstattung.
In Schweizer Casinos
ESBK-lizenzierte Anbieter akzeptieren Visa und Mastercard in aller Regel. Ob deine konkrete Karte Zahlungen an Geldspielanbieter zulässt, entscheidet aber allein dein Kartenherausgeber. Schweizer Banken und Kartenanbieter handhaben das unterschiedlich, und die Regeln ändern sich gelegentlich.
Die Karte muss auf deinen Namen lauten. Die Karte des Partners zu verwenden, führt spätestens bei der Auszahlung zu Problemen und gilt als Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen.
Der häufigste Irrtum
Eine abgelehnte Kartenzahlung wird dem Casino angelastet. In den allermeisten Fällen kommt die Ablehnung vom Kartenherausgeber, und das Casino erfährt den Grund nicht. Wer sich über die Hotline des Anbieters ärgert, ist an der falschen Stelle.