Von allen Pokervarianten gegen das Haus ist Three Card Poker die zugänglichste. Es braucht drei Karten, eine Entscheidung und eine Regel, die man sich in fünf Sekunden merkt.
Wie es funktioniert
Du setzt eine Ante und bekommst drei Karten. Der Dealer bekommt ebenfalls drei, verdeckt. Danach entscheidest du: aussteigen und die Ante verlieren, oder mitgehen mit einem zusätzlichen Einsatz in Höhe der Ante.
Die Handrangfolge ist bei drei Karten anders als beim normalen Poker. Ein Strasse schlägt hier einen Flush, weil sie mit drei Karten seltener ist.
Die Dealer-Qualifikation
Der Dealer qualifiziert sich üblicherweise erst ab Dame hoch. Schafft er das nicht, gewinnst du die Ante, und dein Mitgeh-Einsatz wird zurückgegeben.
Genau diese Schwelle erklärt die Strategie.
Die eine Regel
Mitgehen ab Dame, Sechs, Vier oder besser. Alles darunter: aussteigen.
Das bedeutet: Schau auf deine höchste Karte. Ist sie ein Ass oder König, gehst du immer mit. Ist sie eine Dame, entscheidet die zweite Karte, und bei einer Sechs auch noch die dritte. Ist sie ein Bube oder niedriger, steigst du aus.
Diese Regel ist praktisch optimal. Der Unterschied zur perfekten Spielweise ist so klein, dass er im Alltag keine Rolle spielt.
Was es kostet
Der Hausvorteil auf der Ante liegt bei korrekter Spielweise bei rund 3.4 Prozent. Bezogen auf den gesamten Einsatz, also inklusive Mitgeh-Betrag, sind es rund 2 Prozent.
Ein Rechenbeispiel: Bei CHF 5 Ante und 100 Runden setzt du inklusive Mitgehen rund CHF 850. Der erwartete Verlust liegt bei etwa CHF 17.
Wer dagegen nach Gefühl aussteigt und nur mit starken Händen mitgeht, verschlechtert seinen Hausvorteil deutlich, weil die Ante in jeder aufgegebenen Runde verloren ist.
Pair Plus
Die bekannteste Nebenwette dieses Spiels. Sie zahlt allein nach der Stärke deiner drei Karten, unabhängig vom Dealer, ab einem Paar aufwärts.
Ihr Hausvorteil hängt vollständig von der Auszahlungstabelle ab und reicht je nach Tisch von rund 2 bis über 7 Prozent. Zwei Tische mit demselben Spielnamen können hier weit auseinanderliegen. Die Tabelle steht in der Spielinfo, und bei dieser Wette lohnt sich der Blick besonders.
Der Ante-Bonus
Bei einer Strasse oder besser zahlt der Tisch einen Zuschlag auf die Ante, und zwar unabhängig davon, ob du gegen den Dealer gewinnst. Das ist der freundlichste Teil des Spiels und einer der Gründe, warum konsequentes Mitgehen sich lohnt.
Der häufigste Irrtum
Die Handrangfolge wird aus dem normalen Poker übernommen, und dann wirkt ein Flush stärker als eine Strasse. Bei drei Karten ist es umgekehrt. Wer das nicht weiss, schätzt seine eigene Hand systematisch falsch ein.