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Casinorating

Konzession B (Spielbank B)

Recht & Steuern Geprüft am 06.08.2026

Die Konzession B ist die zweite Bewilligungsart für Schweizer Spielbanken. Ihr Standortkanton darf eine eigene Abgabe auf dem Bruttospielertrag erheben, die höchstens 40 Prozent der Bundesabgabe beträgt.

Die Konzession B ist die zweite Bewilligungsart für Schweizer Spielbanken. Sie wird oft als die kleinere oder schwächere Variante beschrieben. Das stimmte einmal, seit dem Geldspielgesetz aber nur noch eingeschränkt.

Was eine Konzession B ist

Wie die Konzession A wird sie vom Bundesrat an eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht erteilt und berechtigt zum Betrieb einer Spielbank an einem festgelegten Standort. Die laufende Aufsicht liegt bei der ESBK.

Von den 20 konzessionierten Schweizer Spielbanken haben 11 eine Konzession B. Die Konzessionen gelten für die Periode 2025 bis 2044.

Der Unterschied, der übrig geblieben ist

Die Standortkantone von B-Spielbanken dürfen eine eigene Abgabe auf dem Bruttospielertrag erheben. Diese kantonale Abgabe darf nicht mehr als 40 Prozent der Spielbankenabgabe ausmachen, die dem Bund zusteht. Der Bundesanteil wird um genau diesen Betrag reduziert.

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Eine B-Spielbank erwirtschaftet landbasiert einen Bruttospielertrag von CHF 10 Millionen. Beim Basisabgabesatz von 40 Prozent ergibt das eine Spielbankenabgabe von CHF 4 Millionen. Erhebt der Standortkanton die maximal zulässige Abgabe, fliessen davon bis zu CHF 1.6 Millionen an den Kanton, der Rest an den Bund.

Wichtig dabei: Für online erzielte Erträge gilt diese kantonale Abgabe nicht. Sie betrifft nur das Geschäft vor Ort.

Was das für dich als Spieler bedeutet

Nichts, was du im Spiel merkst. Der Höchsteinsatz bei automatisiert durchgeführten Geldspielen liegt in allen landbasierten Schweizer Spielbanken bei CHF 25 pro Spiel. Spielerschutz, Sozialkonzept, Spielsperre und Prüfung der Spielsoftware sind für A und B identisch geregelt.

Auch beim Online-Angebot spielt es keine Rolle. Mehrere der bekanntesten Schweizer Online-Casinos hängen an B-Spielbanken. Sie sind deswegen weder weniger sicher noch schlechter reguliert.

Warum die alte Einteilung noch herumgeistert

Unter dem alten Spielbankengesetz, das bis Ende 2018 galt, war der Unterschied real: B-Häuser durften nur eine begrenzte Zahl Tischspiele und Automaten betreiben, und die Einsätze waren enger begrenzt. Diese Beschreibung steht bis heute in vielen Artikeln und wird ungeprüft weitergereicht.

Wenn du irgendwo liest, ein B-Casino dürfe höchstens drei Tischspiele und 150 Automaten anbieten, stammt der Text aus der Zeit vor 2019.

Der häufigste Irrtum

Dass ein Online-Casino mit B-Hintergrund eine Art Lizenz zweiter Klasse hätte. Der Konzessionstyp bestimmt, wie das Haus besteuert wird und wo es steht. Über deine Sicherheit, deine Gewinnchancen und deine Rechte sagt er nichts aus.

In der Schweiz

11 der 20 Schweizer Spielbanken haben eine Konzession B. Nur bei B-Standorten darf der Kanton eine eigene Abgabe erheben, und zwar nur auf landbasierten Erträgen. Die alten Beschränkungen auf drei Tischspiele und 150 Automaten stammen aus dem Spielbankengesetz vor 2019 und gelten nicht mehr.