Die Hit Frequency, auf Deutsch Trefferquote, ist die dritte Kennzahl neben RTP und Volatilität. Sie beantwortet eine einzige Frage: Wie oft passiert überhaupt etwas? Ob dabei CHF 0.10 oder CHF 500 herauskommt, ist ihr egal.
Wie sie zu lesen ist
Eine Hit Frequency von 25 Prozent bedeutet: Im Schnitt liefert jede vierte Runde irgendeinen Gewinn. Bei 20 Prozent ist es jede fünfte, bei 40 Prozent etwa jede zweieinhalbte.
Typische Werte liegen zwischen 20 und 30 Prozent. Slots mit sehr vielen Gewinnwegen kommen auch auf 40 Prozent und mehr, hochvolatile Titel liegen teils unter 20 Prozent.
Die Falle: Treffer ist nicht Gewinn
Das ist der Punkt, an dem die meisten hereinfallen. Als Treffer zählt jede Auszahlung grösser als null, auch wenn sie kleiner ist als der Einsatz.
Ein Rechenbeispiel: Du setzt CHF 1 pro Runde und bekommst CHF 0.20 zurück. Der Slot verbucht das als Treffer. Deine Kasse ist um CHF 0.80 leichter. Bei einer Hit Frequency von 30 Prozent können so 100 Runden 30 Treffer produzieren und dein Guthaben trotzdem halbieren.
Fachsprachlich heissen solche Runden Losses Disguised as Wins, also als Gewinn verkleidete Verluste. Sie sind der Grund, warum sich ein Spiel gründlicher anfühlen kann, als es rechnerisch ist.
Was das für dich bedeutet
Die Hit Frequency ist eine Kennzahl für das Spielgefühl, nicht für den Ertrag. Eine hohe Trefferquote macht eine Sitzung ruhiger und länger. Sie macht sie nicht profitabler.
Ihr praktischer Nutzen liegt in der Kombination mit den anderen beiden Werten. Hoher RTP plus niedrige Trefferquote heisst: Der Rendite steckt fast vollständig in seltenen Grosstreffern. Hoher RTP plus hohe Trefferquote heisst: Sie verteilt sich gleichmässig.
In Schweizer Casinos
Die Hit Frequency wird seltener ausgewiesen als RTP und Volatilität. Bei ESBK-lizenzierten Anbietern findest du sie am ehesten in den Spielregeln des einzelnen Titels, aufgerufen über das Info-Symbol im Spiel. Fehlt die Angabe, ist die Volatilität der beste Ersatzindikator: hohe Volatilität geht fast immer mit niedriger Trefferquote einher.
Der häufigste Irrtum
Eine hohe Trefferquote wird als besseres Spiel gelesen. Sie ist nur ein angenehmeres Spiel. Der Hausvorteil ändert sich dadurch nicht um einen einzigen Rappen.